im Zeitalter der Globalisierung.
"Es ist alles bekannt. Es ist alles gesagt. Jetzt muss politisch gehandelt
werden." Günter Amendt, Deutschlands führender Drogenexperte und
streitbarer Publizist zieht Bilanz. No Drogs. No Future fasst dreissig Jahre Drogenforschung
zusammen und zeichnet ein ungeschöntes, glasklares Bild unserer Gesellschaft
in der nahen Zukunft und welche Rolle Drogen in ihr spielen werden. Am Paradebeispiel
Doping zeigt Amendt, wie Drogen als Antriebskraft und Mittel zur Steuerung und Selbststeuerung
des Menschen schon jetzt aus dem Alltagsbewusstsein nicht mehr wegzudenken sind.
Und er führt die Absurdität des so genannten, von den USA ausgehenden
"War on Drugs" ("eine der gravierendsten Fehlentwicklungen des Globalisierungsprozesses")
vor Augen. Die einzige Lösung des Drogenproblems besteht darin, sich von der
Illusion einer drogenfreien Gesellschaft zu verabschieden. No Drugs. No Future untersucht
nicht zuletzt, wer sich aus welchen Gründen diesem "Gebot der praktischen
Vernunft" widersetzt. Die Tatsache anerkennen, dass Menschen Drogen als Genussmittel
konsumieren, über die Risiken von Drogen ohne Verbotsdrohung und ohne moralische
Überheblichkeit bereitstellen für Menschen, die in einen Suchtkreislauf
geraten sind, ein differenziertes Therapieangebot schaffen, das den unterschiedlichen
Biographien von Drogenabhängigen gerecht wird, das Prohibitionsdogma aufgeben,
den Angebotsdruck brechen, Suchtmittelwerbung verbieten und die politischen Prohibitionsgewinnler
entlarven und kaltstellen, das sind die Maximen einer Drogenpolitik der praktischen
Vernunft.
Erscheinungsjahr: 2003 206 Seiten
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